Wenn ein trittsicherer, witterungsbeständiger Pfad durch den Garten benötigt wird, ein klassischer Pflasterweg jedoch nicht im Designkonzept vorgesehen ist, bieten flache Bruchsteine – sogenannte Trittplatten – eine funktionale und ästhetische Lösung.
Die Verlegung ist vergleichsweise unkompliziert und kosteneffizient. Als reines Naturmaterial fügen sich Trittplatten harmonisch in das Landschaftsbild ein. Soll der Weg durch eine Rasenfläche führen, besteht der wesentliche Vorteil darin, dass die Verlegung direkt in eine bestehende Rasenfläche erfolgen kann.
Trockenverlegung im Rasen
Um eine dauerhafte Lagestabilität und hohe Lebensdauer des Trittplattenwegs zu gewährleisten, müssen die erwartete Nutzungsintensität und mechanische Belastung berücksichtigt und der Aufbau des Bettungssubstrats entsprechend angepasst werden.
Ablauf der Verlegung
Bei der Verlegung sind folgende Arbeitsschritte einzuhalten:
- 1. Trassenabsteckung und Wegverlauf
- 2. Aushub des Oberbodens nach Kontur
- 3. Feinplanum und Bettungsherstellung
- 4. Versetzen und Ausrichten der Trittplatten
1. Trassenabsteckung und Wegverlauf
Zuerst wird der genaue Wegverlauf abgesteckt und die Trittplatten werden probehalber ausgelegt. Dabei wird die ebenste Oberfläche der Steine nach oben ausgerichtet und der Plattenabstand so abgestimmt, dass ein natürliches Schrittmaß und ein harmonisches Gesamterscheinungsbild entstehen. Nach Fertigstellung der Anordnung werden die Konturen jeder einzelnen Trittplatte mit Markierungsspray auf der Grasnarbe angezeichnet.
2. Aushub des Oberbodens nach Kontur
Anschließend werden die Platten seitlich in der exakten Orientierung abgelegt. Mit einem Gärtnerspaten wird die Grasnarbe entlang der angezeichneten Konturen abgestochen und ausgehoben. Die Aushebung muss ausreichend tief sein; die Erdaushubtiefe entspricht der Stärke der Trittplatte zuzüglich der vorgesehenen Tragschicht aus Edelsplitt/Schotter.
3. Feinplanum und Bettungsherstellung
Die Sohle wird bei Bedarf nachgereinigt und einbautief abgeglichen. Optional wird ein Trennvlies verlegt und eine Schicht aus Edelsplitt/Brechsand (ca. 5 cm) eingebracht. Das Bettungssubstrat wird sorgfältig verdichtet.
4. Versetzen und Ausrichten der Trittplatten
Die Natursteinplatten werden nach und nach in das vorbereitete Bettungsmaterial eingesetzt. Unterseitige Toleranzen werden durch Unterfüttern ausgeglichen. Nach dem Versetzen mehrerer Einheiten wird die Höhenlage geprüft (bündig mit der Grasnarbe zur Erleichterung von Mäharbeiten). Die Höhe kann durch Zugabe oder Entnahme von Splitt korrigiert werden. Die Platten werden mit einem Schonhammer (Gummihammer) fest eingeklopft. Die Trittplatte muss vollflächig und kippsicher aufliegen.
Anwendungsbeispiele
Trittplatten können ebenfalls als Gestaltungselement in Pflanzbeeten oder zur Erstellung geschlossener, zusammenhängender Flächen im Außenbereich eingesetzt werden.